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    PKV-Tarifwechsel für Selbstständige, so senken Sie Ihre Beiträge

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    PKV für Selbstständige: Wann lohnt sich ein Tarifwechsel?

    Das Wichtigste in 30 Sekunden

    Selbstständige tragen die vollen Kosten ihrer privaten Krankenversicherung, während die Beiträge häufig steigen. Dies liegt an medizinischem Fortschritt, steigender Lebenserwartung und der Schließung von Tarifen für Neukunden. Wenn Sie sich in einem geschlossenen Tarif befinden und Ihre Beiträge unweigerlich wachsen, kann ein Tarifwechsel sinnvoll sein. Der Paragraf 204 VVG kann Ihnen als Joker helfen, die Kostenspirale zu durchbrechen und gleichzeitig hohe medizinische Standards aufrechtzuerhalten.

    Die Freiheit der Selbstständigkeit und die Fessel der Fixkosten

    Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, tut dies meist aus einem tiefen Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung und der Möglichkeit, den eigenen wirtschaftlichen Erfolg direkt zu steuern. Doch neben all den unternehmerischen Freuden gibt es eine Konstante, die jeden Monat unweigerlich auf dem Kontoauszug erscheint: die Beiträge zur privaten Krankenversicherung (PKV). Während Angestellte den Luxus genießen, dass ihr Arbeitgeber pünktlich die Hälfte des Beitrags übernimmt, tragen Sie als Selbstständiger, Freiberufler oder Unternehmer die volle Last dieser Kostenstruktur ganz allein.

    Mit den Jahren beobachten viele Selbstständige ein frustrierendes Phänomen. Die Umsätze steigen vielleicht, das Geschäft floriert, aber die Beiträge zur privaten Krankenversicherung scheinen ein Eigenleben zu entwickeln und klettern unaufhaltsam in die Höhe. Plötzlich wird aus der einst so attraktiven und maßgeschneiderten Absicherung ein monatlicher Kostenblock, der ernsthaft am Gewinn zehrt. Wenn Sie dieses Szenario kennen, stellen Sie sich vermutlich unweigerlich die Frage, ob und wann sich ein Tarifwechsel in der PKV für Sie lohnt. Die gute Nachricht vorweg: Es gibt einen überaus effektiven, aber oft gut versteckten Hebel, um diese Kostenspirale zu durchbrechen, ohne dabei auf die erstklassige medizinische Versorgung verzichten zu müssen.

    Warum PKV-Beiträge ein Eigenleben entwickeln

    Um zu verstehen, warum ein Tarifwechsel oft unumgänglich wird, müssen wir kurz hinter die Kulissen der Versicherungsmathematik blicken. Warum steigen die Beiträge überhaupt? Die Versicherer erhöhen die Prämien nicht aus reiner Willkür, sondern reagieren auf reale wirtschaftliche und demografische Entwicklungen. Der medizinische Fortschritt ist ein Segen für unsere Gesundheit, aber ein Fluch für die Bilanzen. Neue Operationsmethoden, innovative Medikamente und hochmoderne Diagnoseverfahren kosten viel Geld. Hinzu kommt die steigende Lebenserwartung. Wir werden älter und beanspruchen in unseren späten Lebensjahren deutlich mehr medizinische Leistungen.

    Für Sie als Selbstständigen ist es essenziell zu verstehen, wie sich diese Faktoren auf Ihren spezifischen Tarif auswirken. Versicherer kalkulieren Tarife für bestimmte Generationen von Versicherten. Wenn ein Tarif für Neukunden geschlossen wird, spricht man von einem sogenannten geschlossenen Tarif. In diesem Kollektiv kommen keine jungen, gesunden Beitragszahler mehr nach. Das Durchschnittsalter der verbleibenden Versicherten steigt, die Krankheitskosten im Kollektiv nehmen zu, und infolgedessen explodieren die Beiträge für alle, die in diesem Tarif verblieben sind. Wenn Sie das Gefühl haben, in einem solchen Tarif gefangen zu sein, ist es höchste Zeit zu handeln.

    Der Paragraf 204 VVG: Ihr verborgener Joker

    Viele Versicherte glauben irrtümlich, dass sie den steigenden Beiträgen schutzlos ausgeliefert sind oder im schlimmsten Fall die Versicherungsgesellschaft komplett wechseln müssen. Ein Wechsel des Anbieters ist jedoch gerade für langjährig Versicherte meist die schlechteste aller Optionen. Sie würden einen Großteil Ihrer angesparten Rückstellungen verlieren und müssten sich einer komplett neuen Gesundheitsprüfung unterziehen, bei der jedes neue Zipperlein zu saftigen Risikozuschlägen führt.

    Hier kommt Ihr stärkstes rechtliches Instrument ins Spiel: Der Paragraf 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Dieses Gesetz zwingt Ihre aktuelle private Krankenversicherung dazu, Ihnen den Wechsel in andere, oftmals neuere und günstigere Tarife innerhalb derselben Gesellschaft zu ermöglichen. Das ist der Kern der professionellen Tarifoptimierung. Wenn Sie sich fragen, was ist der Tarifwechsel in der PKV?, dann ist es genau dieses verbriefte Recht auf einen internen Wechsel.

    Die Vorteile dieses internen Wechsels sind immens und bilden das Fundament einer jeden erfolgreichen Beitragsreduzierung:

    Wann sollten Sie handeln?

    • Sie haben in den letzten 12 Monaten eine Beitragserhöhung von Ihrer privaten Krankenversicherung erhalten.
    • Sie sind seit mehr als sieben Jahren im exakt gleichen PKV-Tarif versichert.
    • Ihr monatlicher PKV-Beitrag hat die Grenze von 700 Euro überschritten.
    • Ihr aktueller Tarif wird von der Versicherungsgesellschaft nicht mehr für Neukunden angeboten.
    • Sie zahlen neben dem hohen Monatsbeitrag eine jährliche Selbstbeteiligung von 1.000 Euro oder mehr komplett aus eigener Tasche.

    → Dann sollten Sie Ihre Situation jetzt überprüfen.

    • Erhalt der Altersrückstellungen: Das Kapital, das Sie über Jahre angespart haben, um die Beiträge im Alter stabil zu halten, bleibt Ihnen beim internen Wechsel vollständig und zu einhundert Prozent erhalten. Sie fangen nicht wieder bei null an.
    • Keine neue Gesundheitsprüfung bei gleichem Leistungsniveau: Wenn der neue Tarif die gleichen oder geringere Leistungen vorsieht als Ihr aktueller, darf der Versicherer keine erneute Gesundheitsprüfung verlangen. Selbst wenn Sie in der Zwischenzeit chronisch erkrankt sind, können Sie problemlos in den günstigeren Tarif wechseln.
    • Sofortige Ersparnis: Ein optimal durchgeführter Tarifwechsel kann Ihre monatliche Belastung oft um dreißig bis vierzig Prozent senken, und das bei nahezu identischem Leistungsbild.

    Wann ist der perfekte Zeitpunkt für Selbstständige, um zu wechseln?

    Ein Tarifwechsel ist kein Projekt, das man aus reiner Langeweile an einem Sonntagnachmittag startet. Es gibt jedoch ganz konkrete Auslöser und Lebenssituationen, in denen Sie als Selbstständiger hellhörig werden sollten. Wenn eines der folgenden Szenarien auf Sie zutrifft, ist der Zeitpunkt für eine Überprüfung gekommen.

    1. Die gefürchtete Beitragsanpassung flattert ins Haus

    Der klassischste aller Auslöser ist das jährliche Schreiben Ihres Versicherers, meist im November, das eine Beitragsanpassung (BAP) für das kommende Jahr ankündigt. Wenn Ihre Prämie plötzlich um einen zweistelligen Prozentsatz nach oben schnellt, ist dies das unmissverständliche Signal, dass Ihr aktueller Tarif aus dem Gleichgewicht geraten ist. Nehmen Sie solche Erhöhungen niemals einfach als gegeben hin. Sie sind der perfekte Anlass, um den Markt innerhalb Ihrer Gesellschaft zu sondieren.

    2. Wirtschaftliche Schwankungen im Unternehmen

    Die Selbstständigkeit verläuft selten linear. Es gibt Jahre des rasanten Wachstums und Phasen der Konsolidierung oder gar wirtschaftlicher Engpässe. Wenn Ihr Geschäftsmodell gerade Gegenwind erfährt und Sie die Fixkosten im Unternehmen und privat senken müssen, bietet die PKV oft das größte und schnellste Einsparpotenzial. Durch einen strategischen Tarifwechsel können Sie Liquidität freisetzen, die Sie in schwierigen Zeiten dringend an anderer Stelle benötigen.

    3. Sie sind seit mehr als sieben Jahren im gleichen Tarif

    Die Tariflandschaft der privaten Krankenversicherungen ist extrem dynamisch. Regelmäßig werden neue Tarife auf den Markt gebracht, um im Wettbewerb um junge Neukunden attraktiv zu bleiben. Wenn Sie seit sieben, zehn oder gar fünfzehn Jahren im exakt selben Tarif versichert sind, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass dieser Tarif mittlerweile für Neuzugänge geschlossen wurde. Sie subventionieren dann mit Ihren hohen Beiträgen die alternde Struktur dieses Kollektivs, während Neukunden in frischen, günstigen Tarifen profitieren. Ein Wechsel in diese neuen Tarifwelten ist Ihr gutes Recht.

    4. Veränderungen in der Familienplanung

    Als Selbstständiger tragen Sie nicht nur die Verantwortung für Ihr Business, sondern oft auch für eine Familie. Heirat, die Geburt von Kindern oder der Wegfall von kindergeldberechtigten Zeiten verändern Ihren Absicherungsbedarf enorm. Manchmal macht es Sinn, Leistungen anzupassen, Familienmitglieder anders zu versichern oder den eigenen Tarif so zu strukturieren, dass mehr Raum für die Absicherung der Liebsten bleibt.

    Die größten Mythen, die Sie bares Geld kosten

    Auf dem Weg zu einem günstigeren Beitrag stehen sich viele Versicherte selbst im Weg, weil sie an hartnäckige Mythen glauben, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Lassen Sie uns mit diesen Irrtümern aufräumen, denn sie dienen oft nur dazu, Sie in Ihrem teuren Tarif zu halten.

    Mythos 1: "Ein günstigerer Tarif bedeutet immer eine schlechtere medizinische Versorgung"

    Das ist der wohl häufigste und teuerste Irrtum. Die Preisgestaltung in der PKV hängt nicht nur von den versicherten Leistungen ab, sondern maßgeblich vom Zustand des Tarifkollektivs. Zwei Tarife mit nahezu identischem Leistungskatalog können völlig unterschiedliche Preise haben, schlicht weil der eine Tarif alt und überaltert ist, während der andere modern und gesund kalkuliert ist. Sie können oft massiv Geld sparen, ohne auch nur auf eine einzige Chefarztbehandlung oder das Einbettzimmer verzichten zu müssen.

    Mythos 2: "Meine Altersrückstellungen sind dann weg"

    Wie bereits erwähnt, ist dies beim internen Tarifwechsel nach § 204 VVG rechtlich völlig ausgeschlossen. Es ist enorm wichtig zu verstehen, was sind Altersrückstellungen in der PKV? Sie sind Ihr persönliches Eigentum innerhalb der Versicherungsgesellschaft. Beim Wechsel in einen anderen Tarif beim selben Anbieter nehmen Sie diesen Rucksack an Kapital vollständig mit. Er sorgt dafür, dass Ihr neuer Tarif von Beginn an günstiger berechnet wird, als wenn Sie heute als Neukunde eintreten würden.

    Mythos 3: "Der Versicherer wird mir schon das beste Angebot machen"

    Wenn Sie Ihren Versicherer anrufen und um ein Angebot zur Beitragsreduzierung bitten, wird er Ihnen gesetzeskonform Vorschläge unterbreiten. Allerdings ist die Versicherungsgesellschaft ein Wirtschaftsunternehmen, das Gewinne erzielen möchte. Es liegt nicht im primären Interesse des Versicherers, Ihren Beitrag, und damit seinen Umsatz, um vierzig Prozent zu senken. Oft erhalten Sie Standardangebote, die mit höheren Selbstbeteiligungen oder spürbaren Leistungseinbußen einhergehen, während die wahren "Goldstücke", die versteckten und leistungsstarken Tarife, unerwähnt bleiben.

    Die Tücke mit der Selbstbeteiligung: Ein Rechenspiel für Selbstständige

    Ein sehr beliebtes Mittel der Versicherer, um Ihnen einen optisch günstigeren Beitrag zu präsentieren, ist die Erhöhung der Selbstbeteiligung. Für Sie als Selbstständigen ist dieses Thema jedoch ein zweischneidiges Schwert, das eine genaue mathematische Betrachtung erfordert. Um das volle Bild zu erfassen, lohnt sich ein Blick darauf, was sind Selbstbehalte in der privaten Krankenversicherung?

    Stellen Sie sich vor, Ihr Versicherer bietet Ihnen an, Ihren monatlichen Beitrag um 100 Euro zu senken. Das sind 1.200 Euro Ersparnis im Jahr. Klingt hervorragend. Im Gegenzug steigt Ihre jährliche Selbstbeteiligung jedoch von 500 Euro auf 2.000 Euro. Wenn Sie kerngesund sind und nie zum Arzt gehen, machen Sie einen Gewinn. Sobald Sie jedoch medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, schlägt die Falle zu.

    Sollten Sie jetzt konkret handeln?

    • Sie schieben die zwingend notwendige Tarifprüfung aus Sorge vor bürokratischem Aufwand auf und akzeptieren stattdessen den fortlaufenden Kapitalverlust.
    • Sie lassen Ihr gesetzliches Recht auf einen internen Tarifwechsel ungenutzt, obwohl Ihnen dadurch jeden Monat wertvolle Liquidität für Ihr Unternehmen entgeht.
    • Sie verlassen sich bei der Suche nach Beitragsentlastungen ausschließlich auf die Standardangebote Ihres Versicherers, ohne alternative Tarifkombinationen aktiv einzufordern.
    • Sie nehmen die schwindende Gewinnmarge durch zu hohe Fixkosten hin, anstatt eine professionelle Tarifoptimierung als strategische Maßnahme umzusetzen.

    → Dann sollten Sie jetzt konkrete Schritte festlegen, bevor weitere finanzielle Nachteile entstehen.

    Hinzu kommt ein steuerlicher Aspekt, der für Selbstständige gravierend ist: Die monatlichen Beiträge zur Basisabsicherung in der PKV können Sie steuerlich als Vorsorgeaufwendungen geltend machen. Eine gezahlte Selbstbeteiligung hingegen können Sie in der Regel nicht steuerlich absetzen (außer sie überschreitet die hohe Hürde der außergewöhnlichen Belastungen). Sie tauschen also steuerlich absetzbare Beiträge gegen nicht absetzbare Gesundheitskosten ein. Eine Erhöhung der Selbstbeteiligung sollte daher niemals blindlings akzeptiert werden, sondern muss spitz nachgerechnet werden.

    Bisex oder Unisex: Eine historische Entscheidung mit Folgen

    Ein besonders technisches, aber für die Optimierung hochrelevantes Thema ist der Unterschied zwischen Bisex- und Unisex-Tarifen. Wenn Sie vor dem 21. Dezember 2012 in Ihre PKV eingetreten sind, befinden Sie sich in einem sogenannten Bisex-Tarif (Männer und Frauen wurden unterschiedlich kalkuliert). Alle Tarife, die danach auf den Markt kamen, sind Unisex-Tarife (gleiche Kalkulation für alle Geschlechter).

    Als langjährig Versicherter haben Sie das einmalige Recht, aus der alten Bisex-Welt in die neue Unisex-Welt zu wechseln. Dieser Schritt ist jedoch eine Einbahnstraße. Einmal im Unisex-Tarif, gibt es kein Zurück mehr in die alte Welt. Die Unisex-Tarife bieten oft modernere Leistungsbausteine (wie bessere Psychotherapie-Bedingungen oder offene Hilfsmittelkataloge), können aber eine andere Beitragsdynamik aufweisen. Ein professioneller Tarifwechsel prüft immer beide Welten akribisch, um die langfristig stabilste Lösung für Sie zu finden. Besonders im Hinblick darauf, wie werden PKV-Beiträge im Alter berechnet?, spielt die Wahl der richtigen Tarifgeneration eine entscheidende Rolle.

    Schritt-für-Schritt: So gelingt der erfolgreiche Tarifwechsel

    Die Theorie ist einleuchtend, aber wie sieht die Praxis aus? Wenn Sie sich dazu entschließen, das Projekt Tarifwechsel anzugehen, sollten Sie strategisch und besonnen vorgehen. Ein überstürzter Wechsel aus Frust über die letzte Beitragserhöhung führt selten zum optimalen Ergebnis.

    Schritt 1: Die Bestandsaufnahme

    Bevor Sie wissen, wohin Sie wollen, müssen Sie wissen, wo Sie stehen. Fordern Sie bei Ihrem Versicherer eine aktuelle Übersicht Ihres Versicherungsscheins an. Welche Tarifbausteine haben Sie genau? Wie hoch ist der aktuelle Beitrag, wie hoch die Selbstbeteiligung? Welche Risikozuschläge zahlen Sie eventuell noch aus der Vergangenheit?

    Schritt 2: Die Anforderung von Alternativangeboten

    Schreiben Sie Ihre Versicherung an und berufen Sie sich explizit auf Ihr Recht aus § 204 VVG. Bitten Sie um die Berechnung von Alternativtarifen, die ein ähnliches Leistungsniveau wie Ihr aktueller Tarif aufweisen. Wichtig: Verlangen Sie ausdrücklich auch Angebote aus der geschlossenen Bisex-Welt (falls Sie vor 2012 eingetreten sind) sowie aus der neuen Unisex-Welt.

    Schritt 3: Der Detailvergleich der Leistungsbedingungen

    Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit, bei der das Kleingedruckte über Sieg oder Niederlage entscheidet. Legen Sie die Versicherungsbedingungen Ihres alten Tarifs neben die der neuen Vorschläge. Achten Sie besonders auf folgende versteckte Leistungsunterschiede:

    • Der Hilfsmittelkatalog: Ist er offen (alles Medizinisch Notwendige wird erstattet) oder geschlossen (nur explizit genannte Rollstühle, Prothesen etc. werden bezahlt)?
    • Zahnleistungen: Wie hoch sind die prozentualen Erstattungen bei Zahnersatz? Gibt es neue, versteckte Höchstgrenzen (Zahnstaffeln) in den ersten Jahren nach dem Wechsel?
    • Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ): Leistet der neue Tarif auch über den Höchstsatz (3,5-fach) hinaus, wenn Sie zu absoluten Spezialisten müssen?
    • Psychotherapie: Wie viele Sitzungen werden erstattet und zu welchem Prozentsatz?

    Schritt 4: Mehrleistungen absichern

    Oftmals bieten neuere Tarife in bestimmten Bereichen sogar mehr Leistungen als Ihr alter Tarif. Das ist grundsätzlich erfreulich. Allerdings hat die Versicherung das Recht, für diese sogenannten "Mehrleistungen" einen Risikozuschlag zu verlangen oder eine Gesundheitsprüfung durchzuführen. Wenn Sie gesundheitliche Vorbelastungen haben, können Sie auf diese Mehrleistungen durch einen sogenannten Leistungsausschluss verzichten. So sichern Sie sich den günstigen Beitrag des neuen Tarifs, ohne durch eine Gesundheitsprüfung zu fallen, behalten aber exakt das Leistungsniveau Ihres alten Vertrages.

    Warum Sie das Thema nicht auf die lange Bank schieben sollten

    Als Selbstständiger haben Sie einen vollen Terminkalender. Das Thema Krankenversicherung wird oft so lange verdrängt, bis der Schmerz der Beitragszahlung unerträglich wird. Doch jeder Monat, den Sie in einem überteuerten, veralteten Tarif verbringen, ist unwiederbringlich verlorenes Geld. Geld, das Sie in Ihr Unternehmen investieren, für Ihre Altersvorsorge zurücklegen oder einfach für mehr Lebensqualität nutzen könnten.

    Zudem tickt die Uhr. Je älter Sie werden, desto wichtiger wird eine saubere, zukunftssichere Tarifstruktur. Ein heute optimal aufgestellter Tarif schützt Sie vor bösen Überraschungen im Rentenalter, wenn das Einkommen sinkt, die medizinischen Bedürfnisse aber steigen.

    Der Weg zur optimalen Lösung

    Die private Krankenversicherung ist eines der komplexesten Vertragswerke, die Sie in Ihrem Leben abschließen. Die Tarifkataloge umfassen oft hunderte von Seiten juristischen und medizinischen Fachjargons. Für einen Laien ist es nahezu unmöglich, alle Fallstricke zu erkennen, die feinen Nuancen der Versicherungsbedingungen richtig zu deuten und die Tarifmathematik der Versicherer zu durchschauen. Wer hier auf eigene Faust versucht, mit dem Versicherer zu verhandeln, zieht oft den Kürzeren oder landet in einem Kompromiss, der langfristig mehr schadet als nützt.

    Sie sind der absolute Experte in Ihrem unternehmerischen Fachgebiet. Sie wissen, wie wichtig es ist, für hochspezialisierte Aufgaben Profis heranzuziehen. Genau das gilt auch für Ihre Krankenversicherung. Wir analysieren täglich dutzende Tarifwerke, kennen die versteckten "Schatz-Tarife" der Gesellschaften und wissen genau, mit welchen Argumenten wir die Versicherer dazu bewegen, Ihnen die bestmöglichen Konditionen einzuräumen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Beiträge aus dem Ruder laufen, lassen Sie uns unverbindlich auf Ihren Vertrag schauen. Eine professionelle Einschätzung Ihrer Situation kostet Sie zunächst nichts, kann Ihnen aber über die Jahre hinweg zehntausende Euro einsparen. Fordern Sie einfach eine kostenfreie Ersteinschätzung bei uns an, und wir zeigen Ihnen transparent auf, welches Potenzial in Ihrem speziellen Fall schlummert.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    1. Kann mich meine Versicherung beim internen Tarifwechsel ablehnen?

    Nein. Der Wechsel in einen gleichartigen Tarif innerhalb derselben Gesellschaft ist gesetzlich durch § 204 VVG garantiert. Die Versicherung darf Sie nicht ablehnen, selbst wenn Sie aktuell schwer erkrankt sind. Lediglich bei echten Mehrleistungen im neuen Tarif kann der Versicherer für diesen spezifischen Teilbereich eine Risikoprüfung verlangen oder einen Leistungsausschluss vereinbaren.

    2. Verliere ich meine Beitragsrückerstattung (BRE), wenn ich den Tarif wechsle?

    Das hängt stark von den Bedingungen des neuen Tarifs ab. In den meisten Fällen verfällt ein bereits angesparter Anspruch auf Beitragsrückerstattung für das laufende Jahr, wenn der Wechsel unterjährig stattfindet. Im neuen Tarif gelten dann die dort festgelegten BRE-Bedingungen. Ein professioneller Wechsel wird daher oft strategisch auf den 1. Januar eines Jahres gelegt, um finanzielle Nachteile zu vermeiden.

    3. Lohnt sich ein Wechsel auch, wenn ich schon über 60 Jahre alt bin?

    Ja, absolut! Gerade bei älteren Versicherten haben sich über die Jahrzehnte oft enorme Fehlentwicklungen in den alten Tarifen angesammelt. Ein Tarifwechsel im Alter ist oft die einzige und effektivste Möglichkeit, die Beitragsbelastung für den anstehenden Ruhestand deutlich und nachhaltig zu senken, da ein kompletter Anbieterwechsel in diesem Alter faktisch unmöglich ist.

    4. Muss ich für den internen Tarifwechsel eine Kündigungsfrist einhalten?

    Nein. Da Sie die Versicherungsgesellschaft nicht verlassen, sondern nur das Produkt innerhalb des Hauses wechseln, gibt es keine klassischen Kündigungsfristen wie bei einem Anbieterwechsel. Ein interner Tarifwechsel ist in der Regel zum Ersten des Folgemonats möglich, sofern die Versicherung die Unterlagen rechtzeitig bearbeitet hat.

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